• Logisch braucht es ein Logo!

    5. Februar 2019 | Blog | Caroline
  • Oft werde ich von Start-Ups gefragt, ob man denn nicht einfach eine Website machen könne, ohne dass ein Logo kreiert werden muss.
    Natürlich kann man. Zum Beispiel einfach in einer Arial-Schrift den Website-Namen schreiben und das als Logo betrachten: firma.ch - unternehmen.com usw.
    Aber das sagt alleine nicht mehr zur Firma aus, als wie sie heisst. Ist das etwas Dynamisches? Persönliches? Vertrauensvolles? Ein Logo unterstreicht die Identität der Firma, macht sie eigenständig und professionell. Visualisiert, was dahinter steckt mit Farbe, Struktur, Schrift und Bild.

    Beispiele:

  • Auftrag des Vereins Zürcher Kantonales Schwingfest. Schwarz-weiss (damit es auf allen Materialien gut druckbar ist) mit vielen Details, die es zu berücksichtigen galt: Sportart, Sieg, Kanton, Austragungsort, Jahreszahl. Modernes und Traditionelles verbinden.


  • Entwicklung von Firmenname und Logo. Vorhang-Atelier XY und Vorhang-Studio Z gibt's schon viele. Nachdenken, nachdenken, nachdenken. Der Name Fensterkleid hat den Vorteil, dass man sich hier nicht auf Vorhänge beschränkt; es gibt ja auch Rollos, Plissees und viele weitere Möglichkeiten, einen Sichtschutz zu gestalten.


  • Emblem für die Gewerbeausstellung Fehraltorf im Auftrag des Gewerbe- und Industrieverein Fehraltorf. Mit dem Logo wurde ebenfalls der Name kreiert. Die Gewerbeausstellung soll damit zur "Marke" werden. Die Form stellt Verbindung dar, die Farben die Bereiche Handel, Dienstleistung, Gewerbe und Industrie. Dass in Logos Aspekte vorkommen, die "man" nicht weiss, ist normal und bei vielen auch internationalen Logos so. Im BMW-Logo wurde z.B. ein rotierender (Flugzeug-) Motor dargestellt, der "Swoosh" von Nike stellt einen Flügel der Siegesgöttin und Namensgeberin Nike dar.


  • Auch hier wurden Name und Logo als Gesamtkonzept entworfen. Finessen deutet auf Köstlichkeiten, raffinierte Zubereitung, erlesene Produkte hin, die goldenen Gabeln betonen Qualität, Gourmet-Image, aber auch künstlerische und kreative Gestaltung von Menüs. 


  • Der Name wurde von der Inhaberin kreiert. Wie visualisiert man Glitzerdampf? Und wie zeigt man, dass es hier um eine Kinderbetreuung und um einen Mittagstisch geht? Das ist dabei herausgekommen. 
    Die Darstellung mit Hilfe von Zeichnungen kann viele Details aufnehmen und andere weglassen. Kinder und die Betreuerin werden dargestellt, aber nicht erkennbar gemacht. Der Ballon drückt Spiel aus, also geht es um mehr als nur ums Essen, was auch die grüne Wiese mit den Blüemli verstärkt.


  • Kreation von Name und Logo. Es handelte sich um ein Lokal, das für die unterschiedlichsten Zwecke gemietet werden konnte.


  • Am Anfang stand der Name. Die rote Farbe des Schriftzuges wiederspiegeln Dynamik und das Feuer, mit dem man hier an der Arbeit ist. Das grafische Element ist Schwung, Vielfalt, Buntes, Kleines und Grosses.


  • Logos sind Geschmacksache. Firmennamen auch. Es braucht Fantasie, aber noch viel mehr Hirnschmalz. Was wird genau angeboten, wer ist die Zielgruppe, wer steckt hinter der Firma, was für ein Image will man rüberbringen? Coop und Migros haben orange Logos, weil Orange lange Zeit für "billig" stand. 
    Es ist einfacher, ein Konzept für ein Einzelunternehmen zu entwerfen, als für eine Firma mit mehreren Geschäftsleitungsmitgliedern. Dem einen ist es zu bunt, dem anderen zu fad, diesem zu wenig schweizerisch, jenem zu wenig international. Trotzdem ist der Auftrag auch für ein Einzelunternehmen eine Herausforderung, denn die Inhaberin, der Inhaber identifiziert sich mit seinem Emblem; es muss und soll in erster Linie ihm gefallen.

    Hier ein paar kuriose Geschichten rund um internationale Logos.